| GF07.08-P-4100-03D | Diagnosemodul Funktion |
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| Allgemeines
Das Diagnosemodul II gibt es in einer Ausführung. Die Anpassung an den jeweiligen Typ und Motor erfolgt leitungsseitig durch Masseaufschaltung an den Anschlüssen 7, 8 und 10. Das Diagnosemodul II (N59/1) erhält zur erweiterten Fehlererkennung, zusätzlich zu den bekannten Signalen, folgende Informationen: Sondensignal der O2-Sonde nach KAT (G3/1)
Druck in Regenerierleitung über den Druck-geber Diagnosemodul (B5/2). Insgesamt werden 63 Prüfungen durchgeführt. Erkannte Fehler werden unter bestimmten Bedingungen (Zeitpunkt, Dauer und Häufigkeit) gespeichert. Zusätzlich werden die Umgebungs-bedingungen beim Auftreten des Fehlers gespeichert. Das Diagnosemodul II erkennt Fehler wie folgt: Fehlermeldungen über den CAN-Datenbus von folgenden Steuergeräten: - Steuergerät HFM (N3/4) - Motor 104: Steuergerät Tempomat (TPM) Leerlaufregelung (LLR, N4/3) oder Steuergerät Elektronisches Fahrpedal (EFP) Tempomat/Leerlaufregelung (N4/1). |
FehlerpfadprüfungenIn bestimmten Betriebszuständen werden Fehlerpfade z. B. auf Kurzschluß, Unterbrechung, unplausible Signale und unlogische Kombination geprüft. Wirkungsketten
vom Diagnosemodul II ausgelöste Prüfungsabläufe für: - Lufteinblasung - Abgasrückführung - Nockenwellensteuerung - Regenerierung - Getriebe-Schaltpunktanhebung. Fehlerspeicher auslesen Das Diagnosemodul II (N59/1) bedient zum Auslesen der Fehler zwei serielle Schnittstellen. Dort kann der Fehlerspeicher wahlweise wie folgt ausgelesen werden: Prüfkupplung für Diagnose (X11/4)Auslesen mit dem Hand-Held-Tester (Auslesen mit Impulszähler entfallen). |
Prüfkupplung für Diagnosemodul II (X11/22)(Standardkommunikation entsprechend SAE-Norm, ISO 9141 CARB). Entsprechend der gesetzlichen Forderung, können Fehler mit einem Standard-Auslesegerät (generic scan tool) ausgelesen werden (Auslesen über Tastschalter mit Leuchtdiode entfallen). Hinweis Beim Auslesen der Fehler leuchtet die Kontrolleuchte CHECK ENGINE ständig. Fehlerspeicher Fehlerspeicherung und -bearbeitung erfolgen in einem dauerversorgten RAM (Schreib-Lese-Speicher=Random Access Memory). Beim Abschließen der Batterie wird der Speicherinhalt gelöscht. Liegt ein Fehler während der Prüfung ununterbrochen eine bestimmte Zeit an, wird er mit den aktuellen Umgebungsdaten gespeichert. Ein erkannter Fehler wird mit seinen Umgebungsdaten höchstens zweimal gespeichert - beim ersten und jeweils letzten Auftreten. Tritt der Fehler erneut auf, wird der zweite Eintrag überschrieben und die Häufigkeit mitgezählt. |
Der Fehlerspeicher ist mit dem Hand-Held-Tester oder dem Standard-Auslesegerät zu löschen. Dabei werden auch die Einträge für das erste und letzte Auftreten eines Fehlers zurückgesetzt.
Nach dem Löschen den Hand-Held-Tester oder das Standard-Auslesegerät abschließen (oder Ende-Befehl) und Zündung ca. 5 s ausschalten, damit der Fehlerspeicher überschrieben wird. Bei Standardkommunikation entsprechend SAE-Norm ist der Fehler mit Umgebungsdaten gekennzeichnet, welcher als erstes das Einschalten der Kontrolleuchte CHECK ENGINE anfordert hat. Diese Kennzeichnung kann nur durch folgende Fehler einmal überschrieben werden: Fehlercode ![]() _![]() ![]() , ![]() _![]() ![]() (Zündungs- oder Verbrennungsaussetzer) und Fehlercode ![]() _![]() ![]() , ![]() _![]() ![]() , ![]() _![]() ![]() (Einspritzung).
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Folgende Umgebungsdaten werden gespeichert:
Fehlercode
Geschwindigkeit
Motordrehzahl
Drosselklappenstellung
Kühlmitteltemperatur
Saugrohrdruck
Selbstanpassungswert (Langzeitadaption)
Ansauglufttemperatur
Betriebszustände(Lambdaregelung freigegeben, Lufteinblasung, Leerlaufregelung, Schubabschaltung, Vollast, Lambdaregelung EIN) Fahrleistung bis zum Auftreten des Fehlers (keine SAE-Norm) Häufigkeit
Dauer seit Motorstart (keine SAE-Norm)
Motorlastzustand
Zündwinkel
Signal O2-Sonde vor KAT
Luftmasse
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Ansteuern der Kontrolleuchte CHECK ENGINE
Ablauf der Ansteuerung. 1. Die CHECK ENGINE -Einschaltanforderung wird je nach Fehler wie folgt gesetzt: wenn bei zwei aufeinanderfolgenden Fahrten der gleiche Fehler erkannt wird.
wenn bei einer "erfolgten" Prüfung ein Fehler erkannt wird.
wenn bei zwei aufeinanderfolgenden "erfolgten" Prüfungen der gleiche Fehler erkannt wird.
sofort bei Fehlererkennung.
2. Nach Zündung AUS wird die Einschaltanforderung in den Fehlerspeicher übernommen (Zündung ca. 5 s ausschalten). 3. Mit Beginn der nächsten Fahrt (Zündung EIN) wird die Kontrolleuchte CHECK ENGINE angesteuert. Definition: "Fahrt" Alle Fehlerpfadprüfungen oder Wirkungsketten mit der Eigenschaft "Prüfungsrelevant für Fahrt müssen nach Zündung EIN bis Zündung AUS mindestens einmal vollständig geprüft sein |
| Definition: "Erfolgte" Prüfung
Entsprechende Fehlerpfadprüfungen oder Wirkungsketten müssen nach Zündung EIN bis Zündung AUS (ein Betriebszyklus) mindestens einmal vollständig durchlaufen sein. Entsprechend können zwei "erfolgte" Prüfungen nur in zwei Betriebszyklen erreicht werden. Bereitschaftskennung (Reainess/Funktion Code) Bei jedem Löschvorgang wird die Bereitschaftskennung zurückgesetzt. Sie wird im Fehlerspeicher erst wieder gesetzt, wenn alle Prüfungen mindestens so oft vollständig durchlaufen sind, wie es zum Ansteuern der Kontrolleuchte CHECK ENGINE bei Fehler erforderlich wäre. Ausnahmen: Fehlercode ![]() _![]() ![]() , ![]() _![]() ![]() (Zündungs- oder Verbrennungsaussetzer) und ![]() _![]() ![]() , ![]() _![]() ![]() , ![]() _![]() ![]() (Einspritzung) müssen nicht durchlaufen werden.
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Wurde der Fehlerspeicher gelöscht, muß für eine erneute Fehlererkennung mit Ansteuerung der Kontrolleuchte CHECK ENGINE die Bereitschaftskennung gesetzt und die entsprechende Anzahl von "erfolgten" Prüfungen oder "Fahrten" durchlaufen sein. Reparaturhinweise Wenn das Diagnosemodul II auf Fehlerausgabe umgeschaltet hat, werden keine Fehler gespeichert. Bei Undichtheit der Auspuffanlage können O2-Sondenfehler gespeichert werden. |